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Verpasstes Top-Ergebnis in Finnland

Julius Tannert / Jürgen Heigl - WRC Rally Finnland 2019 - Ford Fiesta R2T

Julius Tannert und Jürgen Heigl zeigten in Finnland eine starke Leistung und konnten um ein gutes Ergebnis kämpfen. Doch ein Plattfuß und ein Ausritt am zweiten Tag verhinderten einen Erfolg in den finnischen Wäldern.

 

Die Rallye Finnland ist berühmt und berüchtigt für die schnellen Strecken in Mitten skandinavischer Wälder. Jedes Jahr lockt die Rallye hunderttausende Zuschauer an und ist ein Motorsportspektakel. Mittendrin: Julius Tannert und Jürgen Heigl im Ford Fiesta R2T. Beim vierten Lauf zur Junior-Weltmeisterschaft traten neben den beiden die 13 besten Nachwuchsfahrer der Welt gegeneinander an.

 

Den Auftakt konnte das deutsch/österreichische Team für sich entscheiden und lag nach der ersten Prüfung in Führung. Doch bereits auf der zweiten Prüfung mussten Julius Tannert und Beifahrer Jürgen Heigl einen platten Reifen wechseln und wurden somit auf die letzte Position durchgereicht. Bei der darauffolgenden Aufholjagd über zwei Tage konnte sich das Duo bis auf die sechste Position vorkämpfen. Der Durchmarsch wurde aber auf der vorletzten Prüfung am Samstag durch einen Ausritt in einen Graben gestoppt. Die Rallye war für Tannert und Heigl damit beendet. Dennoch zeigte der 29-Jährige Fahrer mit mehreren Top-Zeiten, dass er auch auf dem schnellen Schotter konkurrenzfähig ist.

 

„Ich ärgere mich sehr über diesen Fehler. Das Tempo war in diesem Jahr besonders hoch und wir haben das Maximum aus unserem Ford Fiesta R2T und uns herausgeholt. An dieser einen Stelle waren wir etwa fünf Stundenkilometer zu schnell und haben die Kurve nicht mehr geschafft. Ohne diesen Ausrutscher wäre ein Platz in Podestnähe realistisch gewesen. Ich freue mich aber trotzdem, dass wir einen guten Speed über das Wochenende gezeigt haben. Wir schauen jetzt nach vorn und gehen die nächste Rallye voll motiviert an“,

resümiert Tannert.

 

Auch Heigl kann trotz dem schlussendlichen Unfall der Rallye etwas positives agewinnen: "Natürlich schmerzt der Ausfall nicht nur körperlich, sondern speziell in Hinblick auf die damit auch verlorene Meisterschaft. In der WM ist jedoch kein Platz für taktisches Fahren und man muss immer Vollgas geben. Ich kann Julius keinen Vorwurf machen, da wir es einfach probieren musste noch ein paar Plätze aufzuholen".