
Bei der zur EM zählenden Rally di Roma durfte ich nicht nur wie gewohnt als Team-Koordinator ran, sondern musste diesmal auch wieder selber am Beifahrersitz neben dem Japaner Hiroki Arai Platz nehmen.
Für mich war es erst das zweite Mal, dass ich einen englischen Aufschrieb vorlesen musste und nach dem Test am Dienstag vor der Rallye war mir klar, dass dies auf dem hohen Level ein harter Job werden würde. Auf den ersten Prüfungen brauchte ich etwas Eingewöhnung und musste mein Gehirn erst noch auf die für mich ungewohnte Pacenote-Sprache umstellen.
Dass wir von Beginn an ohnehin große Probleme mit den Yokohama Reifen hatten, kam mir zwar etwas entgegen, jedoch war das sportlich gesehen nicht unsere Vorstellung. Von Beginn an mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass mit dem Reifenmaterial ein Platz unter den ersten zehn aus eigener Kraft nicht möglich sein wird. Die extra aus Japan eingeflogenen Techniker konnten die Situation zwar anfänglich nicht glauben, jedoch lösten sich die Reifen bei der Hitze und den extrem harten Bedingungen förmlich auf.
Am Ende konnten wir die Rallye am 12. Platz Gesamt beenden und die Reifeningenieure mit wichtigen Daten für die kommende Entwicklung nachhause schicken. Ich bin gespannt, welches Reifenmaterial uns bei der Barum Rally in 3 Wochen zur Verfügung stehen wird. Hiroki und ich hatten davon abgesehen brutalen Spaß im Auto und auch die "Ansage" war zum Schluss schon ganz ordentlich. Hiroki würde sich laut seiner Aussage über weitere gemeinsame Starts freuen, als werden wir sehen was die Zukunft bringt. Bei der Barum Rally wird Ilka wieder den Platz am Beifahrersitz einnehmen und ich kann mich wieder voll dem Team-Koordinator Job widmen.